Die Gründung des Imkerverein Klosterneuburg, geht auf die Anregung der k.u.k. Landwirtschaftsgesellschaft in das Jahr 1853 zurück.

Auszug aus der Wiener Zeitung vom 12. Oktober 1860:

Seine k.u.k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Oktober 1860 die Errichtung eines Vereines zur Förderung der Bienenzucht in Niederösterreich mit der Befugnis, Bienenzuchtgesellschaften im Lande zu bilden, allergnädigst zu bewilligen und dessen Statuten zu genehmigen geruht.

Da in Klosterneuburg immer schon eine rege Bienenhaltung war, wurde auch in Klosterneuburg eine solche Gesellschaft gegründet. Als im Frühjahr 1868 mit dem Tode des ersten Präsidenten des Vereines, Herrn Josef Kolb, Schwierigkeiten auf. Die Gesellschaft in Klosterneuburg blieb beisammen und bildete sich zum selbständigen Bienenzuchtverein Klosterneuburg und Umgebung.
Aus dem Bienenzuchtverein Klosterneuburg gingen namhafte Förderer der Bienenzucht hervor, allen voran Sektionschef Dr. Paul Beck Ritter von Managetta und Lerchenau. Er lebte in der Martinstraße 42-46, dem heutigen Martinsschlößchen. Josef Himmelbauer, ein Beamter, errichtete 1898 die erste bienenkundliche Beobachtungsstation Österreichs in Klosterneuburg.
1891 kam Theodor Weippl als Lehrer nach Klosterneuburg, er wurde später Schuldirektor und lebte bis 1920 in Klosterneuburg. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer war Weippl ein Fachmann auf dem Gebiet der Bienenzucht. Weippl war als Bienenkundler weit über die Grenzen Österreichs bekannt geworden und war im Jahre 1910 Mitbegründer der Imkerschule im Prater in Wien. Ihm zu Ehren wurde die Weippelmedaille im österreichischen Imkerbund geschaffen. Sie wird an verdienstvolle Imker und Förderer der Bienenzucht verliehen.
1938 wurde der Österreichische Imkerbund im Rahmen der politischen Umgestaltung aufgelöst und seine in ihm zusammengeschlossenen Verbände und Vereine der deutschen Imkerorganisation eingegliedert.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde mit Bescheid vom 7. Juli 1946 der Österreichische Imkerbund unter seinem Präsidenten Hofrat Planckh, einem Mitglied des Vereines Klosterneuburg, reaktiviert. Als 1955 Klosterneuburg wieder zu Niederösterreich rückgegliedert wurde, wurde der Verein Klosterneuburg wieder eine Ortsgruppe des Niederösterreichischen Landesbienenzüchtervereines.
Die Haltung der Imker Klosterneuburgs hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. War früher Geheimniskrämerei am Platz, wird heute die Hilfsbereitschaft der Imker untereinander gepflegt. Wer Imker werden will, hat jederzeit die Möglichkeit am Vereinsgeschehen teilzunehmen.

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